Moorweg: Die Route

Radler starten am Rathaus
Von unserem Mitarbeiter Andreas Hanuschek Hambergen.


Der Rundweg der Gemeinde Hambergen führt ins Moor. Hier lernen Radfahrer Hambergen von seiner schönsten Seite kennen. Kaum zu glauben: Diese unendliche Ruhe, wo man doch eben erst den Verkehrslärm der B 74 hinter sich gelassen hat. Elf Kilometer ist er lang, der Moorweg der Gemeinde - fünf davon führen durch das Hamberger Moor.
Zu schaffen ist die Tour durch Heißenbüttel, Heilsdorf, Spreddig und Hambergen in gut einer Stunde. Es sollte jedoch zusätzliche Zeit eingeplant werden: Nicht selten verführt ein grandioser Ausblick zu einem erneuten Stopp. Zeit kosten könnte die Radfahrfreunde auch der sandige Untergrund im Moor.

Nach längerer Trockenheit oder starken Regenperioden ist der Weg nur schwer befahrbar. Nicht so sichere Radfahrer wie kleine Kinder oder ältere Erwachsene, Opa und Oma werden ihr Rad mit Sicherheit einige Meter schieben müssen. Trotz der Unwägbarkeiten sollte das Moor auf keinen Fall ausgelassen werden, es ist einfach das schönste Stück des Rundweges. Schmale Reifen verbieten sich wegen der Sandwege, eine Gangschaltung kann nicht schaden, denn am Ende wartet ein steiler Anstieg.
Start und Ziel des Moorweges ist das Hamberger Rathaus. Hier gibt es genügend Parkplätze für Anreisende mit dem Auto. Der gut ausgeschilderte Rundweg kann ansonsten auch anderswo begonnen werden. Außer auf der Bundesstraße, die zwei Mal überquert wird, herrscht auf dem Rundweg wenig bis gar kein Verkehr.
Eine Karte ist nicht nötig, die Wegbeschreibung sollte man aber dabei haben. Bänke finden sich auf der gesamten Strecke.
Wer einen Tisch benötigt, findet zum Schluss zwei Rastmöglichkeiten. Auch der Abstecher in ein Gasthaus ist erst auf den letzten Kilometern möglich, wenn am Rathaus gestartet wird. Von hier aus geht es über die B 74 in die Brinkstraße gegenüber. Nach 600 Metern biegen die Radler rechts ab in den "Klöterbusch". Nach dem ersten Kilometer erreichen wir die Abzweigung nach Verlüßmoor.

Ein Ausflug zum Klärwerk wäre möglich, von hier kommt man auch ruhigen Weges nach Vollersode. Der Moorweg führt weiter geradeaus und knickt dann nach rechts ab.


Wir bleiben auf der Vorfahrtstraße, die nun "Lange Reihe" heißt. Nach insgesamt 2000 Metern ist Heilsdorf erreicht. Im Ortskern lädt eine neue Bank zum Verweilen ein. Zu früh? Einige hundert Meter weiter an der Kreuzung gibt es die nächste Möglichkeit zur Rast. Rechts geht es zur B 74, links ins Hamberger Moor.

Der Radfahrer sieht nur noch grün, zumindest in dieser Jahreszeit. Bei Kilometer 3,3 bleibt wohl jeder stehen. Fotoapparate werden gezückt, um die malerischen Teiche zu fotografieren.

Für Augen und Ohren ist die grüne Idylle ein Genuss. Hier herrscht eine unbeschreibliche Ruhe. Es lohnt sich, das Rad vor Beginn der Fahrt auf lockere Schrauben und quietschende Stellen zu überprüfen, um sich ganz auf das Zirpen der Grillen und das Rauschen des Windes zu konzentrieren.
Am Ende der schnurgeraden Strecke wähnt man sich abseits jeglicher Zivilisation: grünes Land und dunkle Moorgräben, so weit das Auge reicht. Nach einem möglichen kurzen Abstecher zu Fuß ins Moor geht es zurück aufs Rad und dann im großen Bogen nach Spreddig auf die "Schnirrenburg". Bänke bieten noch einmal die Möglichkeit, sich zurück zu lehnen und zurück zu blicken. Der Moorweg führt nun nach rechts in die Mullstraße, 500 Meter geradeaus geht es zum Bäcker. Links liegen die Hamberger Sportplätze, links geht es auch in den "Spreddiger Kirchweg".
Am Ende wäre eine Pause im Gasthaus "Zum Alten Krug" an der Bundesstraße möglich. Die B 74 ist nun wieder zu überqueren. Wir radeln rechter Hand weiter. Nach 50 Metern geht es links in die Straße "Am Walde". Hier fehlt leider ein Schild: wer keine Beschreibung hat, fährt wohl geradeaus weiter zum Rathaus und beendet die Tour. Wir nicht! Von der schmalen Straße "Am Walde" biegen wir nach rechts in die Wohnstraße "Auf den Siebenbergen" ab.
An der Kreuzung radeln wir geradeaus in den Buchenbuschweg. Jetzt beginnt der steile Anstieg des Hügels, viele werden wohl schieben müssen. Oben locken Tisch und Bank zum Picknick - und ein grandioser Ausblick bis nach Worpswede.
Nun geht es bergab, und die Kinder werden schneller. Der Spielplatz in der Schulstraße ist erreicht. Noch zweimal rechts abbiegen, dann ist das Rathaus und damit der Ausgangspunkt der Tour erreicht. Wer will, biegt an der Hauptstraße links ab und fährt in den Hamberger Ortskern, hier finden sich Gaststätten, Geschäfte und ein Eiscafé. Doch auch auf dem Weg zum Rathaus finden sich eine Einkehrmöglichkeit im Bistro und Einkaufsmöglichkeiten.

Für weitere Informationen rund um den Moorweg steht der Tourismusbeauftragte der Samtgemeinde, Thorsten Milenz zur Verfügung (Telefon: 0 47 93 / 78-13).