Schulweg soll sicherer werden

Dorferneuerung: Brauns hofft auf vorzeitigen Baubeginn für Fuß- und Radweg
Von unserem Redakteur Michael Wilke Hambergen.

Der Rad- und Fußweg an der Sandstraße in Ströhe soll so bald wie möglich gebaut werden. Dafür macht sich Hambergens Bürgermeister Uwe Brauns stark. In diesem Jahr gibt es keine Landesmittel mehr. Das hat Brauns auf Nachfrage beim Amt für Agrarstruktur (AfA) in Bremerhaven erfahren.
Der Bau des Rad- und Fußweges gehört zum Dorferneuerungsprogramm der Gemeinde. Und das heißt: Das Land schießt 50 Prozent der Kosten zu. Ohne die Finanzspritze können sich die Hamberger den teuren Radwegebau nicht leisten. Im nächsten Jahr dürfte das Geld aus Hannover kommen. Die Gemeinde wird ihren 50-Prozent-Anteil im Haushaltsplan für 2005 einplanen.
Brauns will versuchen, einen vorzeitigen Baubeginn zu erreichen. Er habe den Antrag gestellt, sagte der Hamberger Bürgermeister gestern. "Ich habe da noch Mal nachgehakt und auf die Dringlichkeit hingewiesen. Hier geht es um die Verkehrssicherheit im Bereich bis zur Ströher Schule." Der Fuß- und Radweg von der Rainstraße bis zur Grundschule soll den Schulweg der Ströher Kinder sicherer machen.

Für das nächste Jahr hat die Gemeinde Hambergen 90 000 Euro für die Dorferneuerung eingeplant. Hinzu kämen die 65 000 Euro für den Fuß- und Radweg in der Sandstraße, die eigentlich schon in diesem Jahr ausgegeben werden sollten. "In Ströhe wollen wir die Verkehrssicherheit um die Schule herum erhöhen", sagte Brauns der Redaktion auf Nachfrage.

Ein Fußweg soll von der Schule zum Kindergarten und weiter bis zur Moorkate führen. Dort parken die Autos jetzt direkt vor dem Zaun. An der Einmündung der Ströher Straße in die Sandstraße soll eine Verkehrsinsel den Kindern das Überqueren der Fahrbahn erleichtern. Viel zu breit ist die asphaltierte Kreuzung momentan. Sie soll verengt und begrünt werden. Vor der Schule würde ein Halteplatz für Autos von Eltern und für den Bus die Sicherheit der Schulkinder erhöhen. Der Garten- und Landsschaftsarchitekt Theis Sumfleth hat der Gemeinde auch Vorschläge für die Neugestaltung des Umfeldes der Moorkate gemacht.
Vor dem Gelände der Kate und des Heimathauses soll die Asphaltfläche verkleinert werden. Geplant ist ein ansprechendes Umfeld mit viel Grün, das den dörflichen Charakter betont und die Moorkate stärker in den Blick rückt. Auf der Wiese gegenüber sollen Parkplätze angelegt werden.

In Heißenbüttel soll auf der Wiese neben dem Kindergarten ein Dorfplatz angelegt werden, naturnah mit Bänken und viel Grün. Der Platz soll angelegt werden, dass später der Bau eines kleinen Dorfgemeinschaftshauses am Kindergarten möglich wird. Außerdem will die Gemeinde Hambergen den Einmündungsbereich Heißenbütteler Damm / Klöterbusch / Am neuen Lande umgestalten lassen.

Der zu breite Einmündungsbereich soll nach den Worten des Gemeindebürgermeisters schmaler und die Straße leicht verschwenkt werden, eventuelle soll auch hier eine "Querungshilfe" für Kinder eingebaut werden. An den Plänen arbeitet der Garten-und Landschaftsarchitekt Theis Sumfleth vom Horneburger Planungsbüro "Stadtlandfluss" bereits. Was von seinen Ideen verwirklicht wird, hängt von der Finanzlage der Gemeinde ab. Das Geld ist knapp in Hambergen. Zwar ist die Gemeinde besser dran als viele andere Kommunen im Land, die wachsende Haushaltsdefizite vor sich her schieben. Doch wird auch im Hamberger Rathaus mit spitzem Bleistift gerechnet, um das Abrutschen der Gemeinde in rote Zahlen zu verhindern.