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Schon morgens loderte das Feuer Handwerkertage des Heimatvereins als Zuschauermagnet Rauch steigt auf. In der Scheune lodern hohe Flammen
aus glühender Kohle. Heinz Hermann zieht eine Stahlstange aus der Hitze.
Er nickt zufrieden mit dem Kopf und greift zum großen Schmiedehammer.
Mit großer Wucht lässt er das schwere Werkzeug auf das heiße Eisen sausen.
Wahrscheinlich ist das noch untertrieben. Die gute Mischung
macht den Erfolg der zweitägigen Veranstaltung aus. "Das geht alles über
Mundpropaganda", freut sich Prigge. In diesem Jahr gab es über 70 Stationen,
Stände und Vorführungen zu bestaunen. "Das ist wieder eine Steigerung
gegenüber letztes Jahr", verrät Joachim Krohn vom Heimatverein. Seit 14
Tagen arbeiten die Mitglieder an den letzten Vorbereitungen. Prigge: "Aber
eigentlich sind wir das ganze Jahr mit den Handwerkertagen beschäftigt."
"Zum Glück haben wir noch viele Handwerker, die das erklären
und vorführen können", sagt Werner Prigge etwas nachdenklich. Die werden
immer älter und die Sorge nach Nachwuchs ist unüberhörbar. Der Heimatverein
möchte deshalb möglichst bald alle Geräte und Maschinen katalogisieren
und mit ausführlichen Beschreibungen versehen. Natürlich gibt es auch andere leckere Speisen und Getränke. Von Schwenkbraten über handgemachte Wurst und Reibekuchen bis zu Kaffee und Torte ist alles dabei, was das Herz begehrt. Ein sehr wichtiger Bestandteil sind die vielen Stände, an denen sich Hobbykünstler und Kunsthandwerker darstellen können. Hier gibt es so manche kleinere Entdeckung zu machen. So bietet beispielsweise Karla Rothe kleine Gläser mit Löwenzahnmarmelade an. Immer wieder muss sie erklären, wie diese gemacht wird: "Nur die gelben Blütenblätter werden dafür verwendet. Das ist eine Heidenarbeit." Die Blüten werden eingeweicht, durchgesiebt und anschließend gekocht. Aus einem großen Berg Blütenblätter gibt es gerade mal fünf Gläser Marmelade. Ölgemälde, Teddies, Honig, Räucheraale, Schmiedearbeiten,
Stoffarbeiten, Fensterbilder, Steinmetze und Blumengestecke. Alles Erdenkliche
ist vertreten. Viele Aussteller kommen immer wieder. Sie sind vom Konzept
überzeugt. "Ich verkaufe nicht unbedingt etwas. Aber für die Möglichkeit,
meine Schiffsmodelle zu zeigen, lohnt sich das Kommen", meint Otto Hengstler
aus Bremen. |