| Beschreibung
der Chronik von Ströhe Es ist sehr schwer, die Chronik und das Geschehen über Ströhe zu erforschen. Vieles ist vergessen, vernichtet oder nicht mehr auffindbar. Durch
sehr, sehr harte und schwierige Arbeit wurde vor 225 Jahren das Dorf Ströhe
(Ströh und auch Strohe genannt), angesiedelt. Entwässert wurde das Moor
und das Dorf durch einen Schiffgraben, der neben dem Ströher-Damm floß.
Der Schiffgraben wurde durch vier Staue, auch Schütt genannt, reguliert.
Es waren das Coffee-Schütt, Oberste-Schütt, Pennigbütteler-Schütt und
das Kasper-Schütt. Da das Moorwasser immer etwas braun ist, beim Coffee-Schütt
der Sandboden sehr hoch war, und das Wasser einigermaßen klar, holte man
hier das Tri Am Görtegraben liegt ein Stück Weideland. Es ist Eigentum von 13 Ströher Landwirten und wurde als Trocken- und Lagerplatz benutzt. Man nennt es die Sittelstäh. Hier floß oder fließt noch ein Graben, den nannte man den Sittelstader-Graben. Ströhe und Niedersandhausen waren bis 1928 eine eigenständige Gemeinde. Die letzten drei Vorsteher (Bürgermeister) waren bis 1928, Martin Wrieden, Ströhe 21; Hinrich Behrens, Ströhe 6; Johann Puckhaber, Ströhe 8. Im Jahre 1928 war eine Gemeindereform und Niedersandhausen wurde nach Sandhausen eingemeindet. Die Gemeinde Spreddig wurde der Gemeinde Ströhe zugeordnet. In Spreddig waren Johann Schnibbe, Martin Grother und Johann Wellbrock die letzten drei Vorsteher. Auch wurde Neu-Pennigbüttel nach Ströhe eingemeindet. Dieser Ortsteil ist nur noch bei älteren Einwohnern bekannt. Der Bürgermeister wurde 1928 Johann Puckhaber, Ströhe 8. Im Jahre 1884 haben Pennigbütteler Bauern an 8 Personen, 8 Flächen Land verkauft; (Schulchronik Sandhausen). Als dann die Pennigbütteler-Heide bebaut wurde, war der Ortsname schnell gefunden. Es wurden auch von der Gemeinde Pennigbüttel zwei Doppelhäuser hier gebaut. Es sind die Häuser, Ströhe, Bremer Straße 40/41 und 42/43. Die Bautätigkeit war zwischen 1925 und 1932 in der Ströher Siedlung sehr stark. Jakob Taube baute 1928 und alle Bauanträge liefen unter der Anschrift "Neu-Pennigbüttel 101, Gemeinde Myhle". Die Wohnung wurde am 27. November 1928 bezogen. Im Jahre 1937 wurde die Gemeinde Ströhe nach Hambergen eingemeindet. Hierüber waren nicht alle Bürger glücklich. Ströhe und Spreddig waren eine finanzschwache Gemeinde und konnten ihre Soziallasten nicht mehr aufbringen. Der Gemeinderat von Ströhe und Spreddig setzten sich dreimal zusammen und beschlossen den Anschluß zur finanzstarkeren Gemeinde Hambergen. Ströhe und Spreddig bilden heute eine Dorfgemeinschaft. Fast alle Vereine tragen die Ortsbezeichnung"Ströhe-Spreddig". Ströhe hat heute folgende Straßennamen: Am Heidberg, Auf der Geest, Birkenweg, Brautstraße, Bremer Straße, Gätekamp, Gartenstraße, Heidreeg, Peishamm, Rainstraße, Sandstraße, Steinkamp, Ströher Straße, Ströher Damm, VahIenkamp.
|
|